Laut aktuellen Daten der Interhyp bewegen sich die durchschnittlichen Bauzinsen bei einer 10-jährigen Zinsfestschreibung derzeit zwischen 4,0 und 4,2 Prozent. Bei einer Verlängerung der Zinsbindung auf 20 Jahre in Kombination mit einer geringen Eigenkapitalquote werden Spitzenwerte von bis zu 4,62 Prozent fällig. Diese Entwicklung erschwert die private Immobilienfinanzierung für viele Haushalte erheblich.
Die Erhöhung des Einlagenzins der EZB Anfang September um ein Viertel Prozent, von nun an auf insgesamt 2,5% und die damit verbundene Geldpolitik treibt die Rendite der 10-Jährigen Bundesanleihe. Diese kletterte zuletzt auf 3,5% und erreicht das höchste Niveau seit 2009. Alles keine gute Entwicklung für den Bauzins, der ebenfalls dadurch steigt, aktuell auf ca.4,25%
Die Experten des Interhyp-Zinspanels prognostizieren für die kommenden Monate eine äußerst unklare Zinsentwicklung. Kurzfristig (1 bis 2 Monate) sind die Meinungen gespalten: 50 Prozent erwarten einen Zinsanstieg, die verbleibenden 50 Prozent rechnen mit konstanten Konditionen. Bis zum Jahresende 2026 zeigt sich das Panel exakt gedrittelt – steigende, stagnierende und fallende Zinsen werden von jeweils rund 33 Prozent der befragten Institute für wahrscheinlich gehalten.
Angesichts der prognostizierten Marktunsicherheit plädieren Experten für eine solide Finanzierungskalkulation ohne spekulatives Hoffen auf sinkende Raten. Nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Interhyp-Gruppe, sollten sich Immobilienkäufer darauf einstellen, dass sich das Zinsniveau auf absehbare Zeit oberhalb der Schwelle von 4 Prozent einpendeln wird.